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Rückblick: Microgrids: Energie lokal denken, Zukunft vernetzt gestalten

Rückblick: Microgrids: Energie lokal denken, Zukunft vernetzt gestalten

Am 17. September 2026 trafen sich rund 40 Fachpersonen im Technopark Zürich, um aktuelle Entwicklungen, praktische Anwendungen und Zukunftsperspektiven rund um Microgrids zu diskutieren.

Der bewusst kompakte Rahmen ermöglichte einen besonders direkten Austausch zwischen Referierenden und Teilnehmenden. Fragen konnten bereits während der Präsentationen eingebracht und konkrete Erfahrungen unmittelbar diskutiert werden.
Microgrids gewinnen insbesondere vor dem Hintergrund von Anschlussbeschränkungen, volatilen Strompreisen, steigenden Anforderungen an die Dekarbonisierung und einer zunehmend dezentralen Energieversorgung an Bedeutung. Entsprechend breit war das Programm aufgestellt: von der Praxisforschung über die Rolle des Übertragungsnetzes bis hin zu konkreten Lösungen für Photovoltaik, Speicher, Wärmepumpen, Elektromobilität und DC-Netze.

Lokale Energiesysteme als Teil des Gesamtsystems

Zum Auftakt zeigte Nicolas Stocker von der ZHAW die Bedeutung lokaler Energiesysteme im Kontext der Energiewende auf. Raphael Wu von Swissgrid weitete anschliessend den Blick vom Microgrid bis hin zum schweizerischen Übertragungsnetz.

Dabei wurde deutlich, dass lokale Lösungen und das übergeordnete Stromsystem nicht unabhängig voneinander betrachtet werden können. Gerade die zunehmende Vernetzung eröffnet neue Möglichkeiten für Zusammenarbeit und Synergien zwischen den verschiedenen Ebenen des Energiesystems. Die Ausführungen von Swissgrid machten Mut, dass diese Zusammenarbeit künftig weiter an Bedeutung gewinnen wird.

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Intelligente Vernetzung in der Praxis

Wie aus einzelnen Komponenten ein funktionierendes Microgrid entsteht, zeigte Jamin Spörri von Solstis Energy AG. Photovoltaik, Batteriespeicher, Wärmepumpen und Elektromobilität entfalten ihr Potenzial insbesondere dann, wenn Produktion, Verbrauch und Speicherung intelligent aufeinander abgestimmt werden.

Dren Ademi von Phoenix Contact Schweiz widmete sich anschliessend der Frage, weshalb DC-Netze künftig eine noch wichtigere Rolle spielen können und welche technischen Voraussetzungen für eine intelligente Vernetzung notwendig sind.

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DC-Netze: bekannte Technologie mit grossem Potenzial

Daniel Thielking von KWenergy AG zeigte anhand konkreter Anwendungen, dass DC-Netze grundsätzlich keine neue Technologie sind und bereits heute verschiedene Projekte deren Funktionsfähigkeit unter Beweis stellen.

Interessant sind insbesondere die möglichen Effizienz- und Materialvorteile. Durch die Reduktion unnötiger Umwandlungen zwischen Gleich- und Wechselstrom können gemäss den präsentierten Beispielen Wandlungsverluste in der Grössenordnung von 5 bis 15 Prozent vermieden werden. Gleichzeitig zeigen einzelne Projekte, dass durch entsprechende DC-Konzepte mehr als 70 Prozent Kupfer eingespart werden konnten.

Gerade bei Systemen mit Photovoltaik, Batteriespeichern, Ladeinfrastruktur und weiteren Gleichstromkomponenten eröffnen sich damit interessante Möglichkeiten für effizientere und ressourcenschonendere Energieinfrastrukturen.

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Fachlicher Austausch auf Augenhöhe

Einen besonderen Mehrwert bot der überschaubare und familiäre Rahmen der Veranstaltung. Die rund 40 Teilnehmenden nutzten die Gelegenheit, bereits während der Referate Fragen zu stellen und konkrete Herausforderungen direkt mit den Fachpersonen zu diskutieren.

Das abschliessende Apéro bot zusätzlichen Raum, um die verschiedenen Perspektiven zusammenzuführen, Erfahrungen auszutauschen und neue Kontakte zu knüpfen. Genau dieser direkte Dialog zwischen Forschung, Netzbetrieb, Technologieanbietern, Planung und Praxis machte den Nachmittag besonders wertvoll.

Wir bedanken uns herzlich bei allen Referierenden, Teilnehmenden sowie unseren Trägern und Partnern für den spannenden Austausch und die Unterstützung des Anlasses.

Die Veranstaltung hat einmal mehr gezeigt: Microgrids sind keine Zukunftsmusik. Viele der notwendigen Technologien und Lösungen sind bereits vorhanden. Die nächste Aufgabe besteht darin, diese intelligent miteinander zu verbinden und das Zusammenspiel zwischen lokalen Energiesystemen und dem Gesamtnetz weiterzuentwickeln.