Restwasser-Datenbank
Klimakrise und Stromproduktion belasten Schweizer Gewässer. Eine neue Restwasser-Datenbank soll helfen, Schutz und Nutzung besser abzustimmen.
Der promovierte Hydrologe Tobias Wechsler von der Forschungsanstalt für Wald, Schnee und Landschaft (WSL), die zum ETH-Bereich gehört, möchte mit seiner Arbeit zu einer ökologisch und ökonomisch verträglichen Lösung des Konflikts beitragen. Deshalb hat er mit weiteren Forschenden im Rahmen der interdisziplinären Initiative SPEED2ZERO eine Restwasser-Datenbank eingerichtet. Sie ist öffentlich zugänglich und liefert rechtliche, hydrologische und technische Daten zu Restwasserbestimmungen in der Schweiz. Die neue Datenbank kommt zu einem entscheidenden Zeitpunkt. Wasserkraftwerke erhalten das Wassernutzungsrecht über Konzessierungen, die mit einer Dauer von maximal achtzig Jahren vergeben werden. Die meisten der aktuellen Konzessionen nähern sich dem Ende ihrer Gültigkeitsdauer. Aus diesem Grund müssen zwischen 2030 und 2050 viele neue Konzessionen verhandelt werden.
(Bild: Eawag, Andri Bryner)