Lokale Ammoniakproduktion
Kleine Anlagen könnten Ammoniak künftig direkt dort produzieren, wo er gebraucht wird. Eine globale Analyse unter Beteiligung des Paul Scherrer Instituts (PSI) zeigt, an welchen Standorten und unter welchen Bedingungen solche Minifabriken klimaverträglicher und wirtschaftlich arbeiten können.
Ohne Ammoniak und die Düngemittel, die daraus entstehen, würden Felder weltweit weniger Nahrung hervorbringen. Derzeit wird es in wenigen grossen Chemieanlagen produziert und über weite Strecken transportiert. Forschende des Paul Scherrer Instituts PSI, der ETH Zürich und der Carnegie Institution for Science in Stanford, USA, haben untersucht, wo kleine Anlagen den Stoff künftig klimaverträglicher und nahe am Bedarf produzieren könnten. Die Schweiz besitzt keine industrielle Ammoniakproduktion, sie importiert sowohl fertige Mineraldünger als auch den Rohstoff selbst hauptsächlich aus Nachbarländern. Grundsätzlich sind lokale Anlagen daher interessant, meint Tom Terlouw vom PSI, der sich an der Untersuchung beteiligt. Ein Vorteil sei der vergleichsweise CO₂-arme Schweizer Netzstrom aus Wasser- und Kernkraft.
(Bild: Paul Scherrer Institut PSI/Mahir Dzambegovic)