Elektromobilität in Gemeinden und Unternehmen: Die Lösungen sind da, es geht nun um die Umsetzung
Rund 150 Teilnehmende aus Gemeinden, Unternehmen und Politik aus der ganzen Schweiz, darunter auch zahlreiche Vertreter:innen aus der Westschweiz, trafen sich am 28. Januar 2026 im Rathaus Bern, um sich intensiv mit der Frage auseinanderzusetzen, wie Elektromobilität konkret und wirksam umgesetzt werden kann.
Das Symposium «Elektromobilität in Gemeinden und Unternehmen» machte deutlich, dass die Technologien verfügbar und die Lösungen bekannt sind. Entscheidend sind nun Planung, Zusammenarbeit und Umsetzung.
In den Keynote-Sessions am Vormittag zeigten Expert:innen aus Verwaltung, Wirtschaft und Forschung praxisnah auf, welche Rolle Gemeinden und Unternehmen beim Ausbau der Elektromobilität spielen. Vertreter:innen des Bundesamts für Energie und des Kantons Bern betonten die Bedeutung klarer Strategien, verlässlicher Rahmenbedingungen und der Vorbildfunktion der öffentlichen Hand.
Gleichzeitig wurde deutlich, dass Gemeinden diesen Weg nicht allein gehen müssen, da Leitfäden sowie Förderinstrumente bestehen. Ausserdem bieten Erfahrungsaustausche zwischen Gemeinden ebenfalls wertvolle Unterstützung.
Das Programm LadenPunkt des Bundesamtes für Energie bietet zudem all denen eine Hilfestellung, welche die Elektromobilität in der Schweiz vorantreiben möchten. Dies geschieht durch verlässliche Informationen zu Grundlagen, Planung, Umsetzung und Optimierung durch Broschüren, Tools und Beratung.
Ein zentrales Signal kam aus der Praxis: Elektrofahrzeuge sind heute in nahezu allen Kategorien verfügbar, von Personenwagen über Nutzfahrzeuge bis hin zu Spezialfahrzeugen. Sie überzeugen nicht nur ökologisch, sondern auch wirtschaftlich und im täglichen Betrieb. Effizienz, Lärmminderung, Komfort und Fahrbarkeit sprechen klar für den elektrischen Antrieb. Es gilt den Zugang zu ermöglichen, Vertrauen zu schaffen und die Mitarbeitenden bei der Transformation mitzunehmen.
Auch für Unternehmen wurde klar aufgezeigt, wie der Umstieg auf Elektromobilität strukturiert angegangen werden kann. Nämlich mit fundierten Analysen, datenbasierten Entscheidungsgrundlagen und einer frühzeitigen Berücksichtigung von Ladeinfrastruktur und Netzthemen. Trends wie intelligentes Lastmanagement, einfache Nutzererlebnisse beim Laden und skalierbare Gesamtlösungen gewinnen dabei zunehmend an Bedeutung.
Am Nachmittag standen Workshops und ein Innovationsforum im Zentrum. In sprachgetrennten Gruppen diskutierten Gemeinden und Unternehmen, wie der Schritt von Strategien zu konkreten Massnahmen gelingt. Dabei wurden vielfältige Themen von der Beschaffung über den Aufbau von Ladeinfrastruktur bis hin zu lokalen Energiegemeinschaften (LEG) besprochen. Der Austausch zeigte, dass erfolgreiche Projekte dort entstehen, wo Rollen klar definiert sind, Akteure früh eingebunden werden und realistische Machbarkeitsanalysen als Basis dienen.
Den Abschluss bildete der Dialog mit Nationalrat Jürg Grossen, der klar festhielt: Elektromobilität wird sich durchsetzen. Auch wenn die Transformation in der Schweiz oft schrittweise erfolgt, braucht es diese Zeit, um Bevölkerung, Gemeinden und Unternehmen mitzunehmen. Die Richtung ist klar, nun gilt es, gemeinsam voranzugehen.
Der Anlass zeigte eindrücklich, dass Elektromobilität kein Zukunftsthema mehr, sondern ein zentraler Bestandteil der Mobilität von heute und morgen ist.
Wir danken EnergieSchweiz, dem Kanton Bern, allen Partnern, Referierenden und Teilnehmenden herzlich für ihr Engagement und den offenen Austausch, der diesen Anlass zu einem inspirierenden und erkenntnisreichen Tag gemacht hat.